
Das Kinderlied kennt jeder. Aber kann jede auch jede Strophe? Wieviel gibt es überhaupt? Ich würde gern alle die bekannt sind zusammentragen. Denn jetzt, da KAP es zu seinem Schlaflied bestimmt hat, brauche ich neuen Stoff. Denn manchmal kann das Einschlafen sseeeehhrr lange dauern. Hier nun also der Text, der mir bekannt ist. Auch zwei nicht so ernst gemeinte Strophen sind darunter. Aber ich würde mich auch über lustige Ergänzungen freuen.
Jeder kennt die erste Strophe:
Alle meine Entchen
schwimmen auf dem See,
schwimmen auf dem See,
Köpfchen in das Wasser,
Schwänzchen in die Höh’.
Hier fallen schon die Hälfte der Mitsingenden raus:
Alle meine Täubchen
gurren auf dem Dach,
gurren auf dem Dach,
fliegt eins in die Lüfte,
fliegen alle nach.
Alle meine Hühner
scharren in dem Stroh,
scharren in dem Stroh,
finden sie ein Körnchen,
sind sie alle froh.
Alle meine Gänschen
watscheln durch den Grund,
watscheln durch den Grund,
suchen in dem Tümpel,
werden kugelrund.
Wer bis hier kommt, erträgt auch meine persönlichen Ergänzungen:
Alle meine Konrads
strampeln mit den Beinen,
strampeln mit den Beinen,
zappeln mit den Armen,
schlafen niemals ein.
Diese Strophe finden Kinder am lustigsten, kann aber (je nach Alter) dazu führen, dass sich das Einschlafen weiter verzögert:
Alle meine Würstchen
schwimmen im Klosett,
schwimmen im Klosett,
drück ich auf die Spülung,
sind sie alle weg.
Welche Strophen kennt ihr noch? Bitte ergänzt diese über die Kommentarfunktion. Danke
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… war es am 27. September 2009 vor Schließung der Wahllokale.

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Irgendwas muss man an regenreichen Tagen bieten. Programm und Bespaßung sind dann gefragt. Früher oder später wird diese Anforderung auf uns zukommen! Heute habe ich mal ausprobiert, ob ein Regensonntagsangebot das Kneten sein könnte. Hier seht ihr das Ergebnis. Meine allerersten drei Knetfiguren, die ich jemals gebastelt habe.
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Ich habe lange nichts über den Laden im Nachbarhaus geschrieben. Dabei ist immer mal etwas passiert. Nur waren es leider keine grundlegenden Bewegungen, von denen ich hätte berichten können. Vielmehr stand ich viele Morgen vor der Schaufensterscheibe und fragte mich, ob nicht doch jemand da gewesen ist. Aber der Reihe nach:
Ende 2008 wurde ich fast täglich mit neuen selbstgemalten Botschaften umworben. Der Ladenbesitzer pinselte gegen seine kaufmännische Herbstdepression. Er preiste wechselnd die Sonderkonditionen aller Handyatrifmodelle und -anbieter. Als erstmals auch ein Kindermotorrad im Angebot war, bekam ich den Hauch einer Ahnung, dass hier alles versucht wird. Vor ein paar Tagen nun standen die Ausstattungsutensilien der Anbieterfirmen zum Verkauf. Wer zwei Nokia-Regale erwerben wollte, brauchte dafür nur 50 Euro. Nur kaufen konnte man sie nie, denn zur Überbrückung von Angebot und vielleicht vorhandener Nachfrage fehlte der Verkäufer. Seit Wochen war er nicht mehr aufgetaucht und die angeschlagenen Öffnungszeiten nicht mehr als eine Absichtserklärung.

Mich hatte die geschlossene Ladentür noch nicht irritiert. Zu Beginn des Jahres traf ich auf das gleiche Bild. Dieses wurde dann um einen Zettel erweitert, auf dem vermerkt war, dass er sich um seinen zweiten Laden derzeit mehr kümmere und demnach in der Badstraße zu erreichen sei. Dieser Ladenzustand wurde abgelöst von einer kleinen Sortieraktion und neuem Personal: die Handyangebote verschwanden unter den Ladentisch und das Reisebüroregal wurde entstaubt und nach vorn geschoben. Ein kleiner Schreibtisch ersetzte die Ladentheke und der Verkäufer jetzt täglich im Geschäft. Nur hatte er auf einmal einen hochtoupierten Zopf und war während der Öffnungszeiten vorrangig am Zustand seiner Fingernägel interessiert. Seine Schwägerin/Schwester/Freundin oder Bekannte war aber ebenso unerfolgreich und schonbald blieb die Tür wieder verschlossen. Die zu Verschönerungszwecken aufgestellten Blumen vertrockneten.
Ich musste jetzt sehr aufmerksam beobachten, um herauszufinden, ob überhaupt noch jemand den Laden betrat. Manchmal war der Stuhl morgens etwas weiter vom Tisch abgerückt als abends. Die Tür zum Hinterraum stand mal auf und war anderntags doch auch mal verschlossen. Auffälliger war das Ausräumen bestimmter Gegenstände. Eines Tages fehlte ein Wandregal, dann lag mehr Müll auf dem Boden oder Waren aus dem Schaufenster verschwunden. Lange war klar, das wird nicht mehr gut. Meine Vertragsverlängerung habe ich lieber online vorgenommen, statt dieses Geschäft aufzusuchen.
Jetzt in den letzten Tagen ging doch alles sehr schnell. Noch bevor ich realisierte, dass die nächtlichen Räumaktionen die Auflösung des Ladens bedeuteten, hingen neue Leute in Arbeitsklamotten hinter der Glasscheibe rum. Was die neuen Mieter auf den Markt bringen werden, ist noch geheim. Sie haben sich hinter Tageszeitungseiten verbarrikadiert:

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17 Jahre dauerte der Protest, den die Menschen vor Ort unterhielten, um die Wiederinbetriebnahme eines ehemaligen Schießplatzes durch die Bundeswehr zu verhindern. Gestern nun gab es erste ernstzunehmende Hinweise darauf, dass dieser Widerstand erfolgreich war. In Fretzdorf nahmen es am Abend des 09. Juli 2009 die Ersten zum Anlass für eine kleine Zwischenfeier. Hoffentlich bleibt diese Freude nicht im Halse stecken und das Ziel erreicht.
Zum Hintergrund:
Das Gelände zwischen Wittstock, Rheinsberg und Neuruppin wurde nach 1950 vom sowjetischen Militär schrittweise besetzt, die Eigentümer zwangsenteignet, ein Artillerieschießplatz und Bombenabwurfplatz eingerichtet. Dieses Bombodrom hatte eine Fläche von 144 km² und erreichte 20 km in Nord-Süd- und maximal 10 km in Ost-West-Ausdehnung. Im persönlichen Erleben der Menschen in der Nachbarschaft ging der 2. Weltkrieg praktisch noch Jahrzehnte weiter.
Nach der deutschen Einigung 1990 begann die Bevölkerung, die zivile Nutzung zu gestalten. So wurden erste Schritte für die touristische Erschließung getan und ein Wegenetz konzipiert. Die Bundeswehr ermutigte dies anfangs, veröffentlichte aber 1992 den Plan, das Bombodrom ,,weiternutzen” zu wollen, worauf der Protest entstand, der bis heute anhält.
Am 22. Dezember 1993 übertrug das Bundesvermögensamt die Liegenschaft an die Bundeswehr. Fast gleichzeitig verschickte die Oberfinanzdirektion Cottbus Eigentumstitel an Gemeinden, Kirchgemeinden und einige Privatpersonen. Im Frühjahr 1994 wurde gemeinsam eine Klage auf Unterlassung der militärischen Nutzung und Herausgabe des Eigentums eingereicht.
Entscheidend war die Klage der anliegenden 14 Gemeinden, die sie mit ihrem grundgesetzlich verankerten Planungsrecht begründeten. Sie bekamen in der ersten und zweiten Instanz recht, weil der Einigungsvertrag, auf den sich die Bundeswehr berief, keine expliziten Weiternutzungsrechte für Flächen der Alliierten vorsah. Die Bundeswehr müsste somit die Neueinrichtung des Truppenübungsplatzes und ein Planungsverfahren anstreben. Alle eigentumsrechtlichen und anderen Fragen wurden dem oben beschriebenen Verfahren untergeordnet.
Bereits vor dem Verfahren am Bundesverwaltungsgericht war klar, dass auf eine Bestätigung der Vorinstanzen nicht zwingend eine zivile Nutzung des Geländes folgt. Die Bundeswehr kann sich auf die grundgesetzliche Aufgabe der Landesverteidigung berufen und im Rahmen eines Planungsverfahrens einen Truppenübungsplatz einrichten. Dazu gibt es das “Landbeschaffungsgesetz”, das ihr bei entsprechender Begründung den Zugriff auf jede Fläche in der Bundesrepublik sichert. Die Enteignungen wären hier aber eine Festschreibung des stalinistischen Unrechts und diese politische und emotionale Brisanz in Ostdeutschland war sicher ein Auslöser für die ausgedehnten Proteste.
Die Reduzierung der deutschen Luftwaffe seit Anfang der 90er erschwert andererseits den Nachweis des Bedarfs für die Bundeswehr weiter. Jetzt – mit 17jähriger Verspätung – kann die Entwicklung der Region vorangehen. Der entstandene Investitionsstau kann sich entladen und der sanfte Tourismus in allen Teilen des Gebietes Einzug erhalten.
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Auf der Grünfläche Chauseestraße/Liesenstraße steht das von Hildegard Lest bereits 1962 – also ein Jahr nach dem Mauerbau – entworfene Kunstwerk “Wiedervereinigung”. Es wurde damals so aufgestellt, das mit Blick in Richtung des Grenzüberganges Chausseestraße es aussah, als reichten sich zwei Menschen über eine Kluft die Hände.
Heute ist diese Kluft verschwunden und der Grenzübergang Chausseestraße würde beim Passieren der ehemaligen Kontrollstelle ohne die aufgestellte Erinnerungsplexitafel unbemerkt bleiben. Die Wiedervereinigung, die sich Hildegard Leest 1962 wünschte, ist bereits 20 Jahre Realität. Ost und West haben sich die Hände gereicht – zumindest einige.
Als ich vor einigen Tagen auf die Grünfläche einbog, leuchtete die aus Muschelkalkstein gefertigte 2,40 Skulptur heller als an anderen Tagen. Das Kunstwerk wurde “neuzeitlich interpretiert” und von einem Unbekannten um einen orangefarbenen Plus-Einkaufswagen erweitert. Wollte uns dieser nicht entdeckte Interpret damit sagen, das die fehlende Warenvielfalt, der eingeschränkte Konsum und die häufigen Versorgungsengpässe den Wunsch von Hildegard Leest erfüllten?
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Ich frage mich: Wenn keiner rein darf, wer sollte dann rauskommen?
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Ich hatte Hunger und nichts im Haus. Da ich die Bestelldienste der Umgebung bereits alle einmal hatte antreten lassen, brauchte ich eine bessere, eine andere Lösung für mein Mittagessen. Um aber nicht nur dem Hunger nachzugeben und aus niederen Instinkten vor die Tür zu treten, war ich auf der Suche nach einer sinnvollen Anreicherung dieses Weges.
Ein hastiger Blick durchs Zimmer brachte mir die noch nicht zurückgesandten Pakete der letzten Internetbestellungen in Erinnerung. Also schnappte ich mir die sperrigen Kartons und machte mich auf über den Grenzübergang Richtung Mitte. Der Focaccialaden und die Postfiliale lagen nah und eng genug, um den Draußenausflug kurz und effizient zu gestalten. Allerdings vereitelte ein mittels Tesafilm von innen an die Eingangstür der Post angebrachter Zettel meine logistischen Grundüberlegungen. Die Filiale sei aus Krankheitsgründen von 12-14h geschlossen. So dackelte ich mit meinen sperrigen Kartons und zwei nicht minder unhandlichen Pizzaschachteln zurück über die Grenze in den Wedding und malte mir auf diesem Rückweg die schrecklichsten Krankheiten aus, die die Angestellten dieser Postfiliale heimgesucht haben könnten. In meinen farbigsten Vorstellung trugen sie grüne Flecken, die sich ganz schrecklich mit den gelben Posttrompeten auf ihren Krawatten und Halstüchern bissen, in Gesicht und auf den Händen. Am nächsten Tag brachte ich die Pakete in die Gerichtstraße und wurde von einem tätowierten kahlköpfigen Postbeamten bedient. Klar, den haut so schnell nix um!
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Seit Anfang April sind die Plakate unübersehbar in der Stadt. Und … sie wollen nicht verschwinden. Scheinbar ist der Ruf noch immer nicht wieder hergestellt. Seit dem die Kassiererin Barbara E., genannt Emmely nach 31 Jahren Betriebszugehörigkeit gekündigt worden ist, weil sie Pfandbons im Wert von 1,30€ unterschlagen haben soll, hat der als herzlos geltende Arbeitgeber Kaiser´s offensichtlich Imageaufbesserungsbedarf.
Auf den Plakaten werben Filialleiter für ihre Supermarktkette und behaupten, das bei Kaiser´s das Herz schlägt. Wenn man das schon plakatieren muss, dann scheint es wirklich nicht nur an den Kühltheken der Filialen kalt zu sein.
Nur frage ich mich bei jedem Vorbeifahren, welche Werbeagentur sie beim Erstellen der Kampagne beraten hat. Denn nicht nur ich sehe die Lücke in der Mitte des Gruppenbildes. Was will uns der durch das Brandenburger Tor blau scheinende Himmel sagen? Müsste hier Emmely stehen? Warum ist sie nicht mehr da? Wegen 1,30€? Welche Agentur das auch immer verzapft hat, die eigentliche Aussage der Plakate ist doch nicht die darauf gedruckte Botschaft, das das Herz dieser abgebildeten Filialleiter für “Kaiser´s schlägt, weil sie ein Teil Berlins sind.” Ich kann für die Agentur nur hoffen, dass sie in diesem Rechtsstreit Partei ergriffen haben und ihrem Kunden eine doppeldeutige Aussage untergejubeltn. Oder wurde gar keine Agentur zu Rate gezogen? Dann gäbe es wenigstens eine Erklärung für diese flache und empathiefreie Werbebotschaft, die ich gar nicht erst näher beleuchten möchte.
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